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Die Sterne - Geschichte unserer Ortsteile

 

Bodes

Bodes wird urkundlich erstmals am 21.04.1396 genannt. Kurz vor ihrer Mündung in die Haune, unmittelbar an der Kreisgrenze Fulda, durchfließt die Eitra das kleine Dörfchen Bodes. Der Bach war Jahrhunderte lang die politische Grenze zwischen dem Fuldaer Territorium und dem Hersfelder Gebiet. Es gab mehrere territoriale Änderungen. Das Dorf hat seine bäuerliche Eigenart noch bewahrt, jedoch ist die erwerbstätige Person außerhalb des Ortes, zumeist in der nahen Kreisstadt Bad Hersfeld, beschäftigt. Die für den kleinen Ort erforderlichen kommunalen Einrichtungen sind vorhanden. Die Bevölkerung ist überwiegend evangelisch, gehört zum evangelischen Kirchspiel Buchenau und ist im Besitz einer sehr schönen alten Kirche. Im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms wurde in Bodes die Kirche 2004/2005 restauriert, welche zu einem wahren Schmuckstück der Gemeinde zählt. Die Bodeser Kirche wurde 1576 erbaut und erstmals 1786 umgebaut. Bodes wurde am 1. August 1972 in die Großgemeinde Hauneck in den Kreis Hersfeld-Rotenburg eingegliedert. 1996 feierte das Dorf 600-jähriges Jubiläum der Ortsersterwähnung. Bodes grenzt an die Nachbargemeinde Eiterfeld und liegt 8 Kilometer entfernt von der Kreisstadt Bad Hersfeld. Bodes verfügt über einen großen Spiel-, Fest- und Bolzplatz in ländlicher Umgebung. Verkehrsberuhigt können sich hier die Kinder und Jugendlichen der Gemeinde austoben.

Der 2010 gebaute Eitratalradweg zwischen Bodes und Buchenau schließt eine lang ersehnte Lücke und lädt nicht nur zum Radfahren ein.

 

 

Eitra

Am 21. Oktober 1385 wird Eitra zum ersten Mal als „Eyter“ urkundlich erwähnt. In dieser Urkunde erklärt Wetzel von Buchenau, dass er zur Beilegung der Streitigkeiten zwischen den von Buchenau auf der einen Seite und dem Probst von St. Petersberg und dem Pfarrer der St.-Marians-Kirche auf dem Petersberg auf der anderen Seite einem jeglichen Pfarrer zu St. Marian zum Seelenheil seines Vaters und seiner Mutter verschiedene Einkünfte übertragen habe. 1494 erhalten die Herren von Buchenau den damals wüsten Ort als hersfeldisches Lehen. Eitra gehörte seinerzeit zum Amt Schildschlag. Das Dorf Eitra gehört zum Kirchspiel Unterhaun und verfügt über eine eigene Kirche, die mit den Einwohnern von Sieglos gemeinsam genutzt wird. Eitra feierte 1985 sein 600-jähriges Jubiläum der Dorfersterwähnung. Durch das Landesgesetz wurde Eitra 1972 in die Gemeinde Hauneck aufgenommen. Eitra verfügt über einen Sportplatz mit Handballspielfeld und einen Tennisplatz.

 

Eitratalradweg zwischen Bodes und Buchenau

Blick auf Eitra / Bodes

 

 

Fischbach

Das im engen Tal gelegene Dörfchen ist flächenmäßig einer der kleinsten Orte im Kreis Hersfeld-Rotenburg und auch der kleinste unserer Gemeinde. Urkundlich wird Fischbach erstmals am 16. Oktober 1312 erwähnt. Seine Geschichte wird von der Grenzlage zwischen den Stiftsgebieten Hersfeld und Fulda bestimmt, das Flüsschen Fischbach markiert den Grenzverlauf. Der Struktur nach ist Fischbach eine Kleinbauerngemeinde mit Pendlern, da der größte Teil der Arbeitnehmer außerhalb des Ortes, überwiegend im Landkreis Hersfeld-Rotenburg, tätig ist. Fischbach liegt ruhig eingebettet in Wald und Wiese und grenzt an die Nachbargemeinde Schenklengsfeld und an die Gemeinde Eiterfeld (Kreis Fulda). Fischbach feierte 2012 sein 700-jähriges Bestehen. 

 

 

Oberhaun

Am 8. März 1230 wird Oberhaun erstmals als „superiori Huna“ urkundlich erwähnt. In dieser Urkunde beurkundet Abt Ludwig von Hersfeld einen Gütertausch zwischen dem Probst Wigand von Johannesberg und dem dortigen Konvent. 1359 wird Oberhaun bereits als „Oberhune“ erwähnt. Es ist hersfeldisches Lehen der Herren von Buchenau, die dort das Halsgericht hatten. Um die Wende zum 17. Jahrhundert wird von der Papiermühle berichtet, die aber nur wenig einbrachte. Noch heute wird ein Ortsteil an der Bundesstraße 27 Papiermühle genannt. Oberhaun gehört zum Kirchspiel Unterhaun, ist aber im Besitz einer sehr schönen Fachwerkkirche.

 

 

Rotensee

In einer Urkunde vom 1. April 1292 ist erstmals Rotensee als „Rotense“ belegt. Diese Urkunde handelt von dem damaligen Streit zwischen Werner von Reichenbach und Abt Heinrich von Hersfeld sowie seiner Kirche. 1343 bis 1364 wird Rotensee als „Rotensehe vila“ erwähnt. 1564 teilten sich der Abt von Hersfeld und die Herren von Buchenau die Rechte über die Mannschaften, Dienste und Gefälle, zu denen die Bewohner verpflichtet waren. Zur selben Zeit hat Abt Michael Rotensee dem neu geschaffenen Gericht Petersberg zugewiesen, während das peinliche Gericht auf dem Johannesberg lag, wo als Vögte die Herren von Buchenau wirkten. Zeitweise gab es zwei Ortsteile von Rotensee, von 1385 bis ins 16. das Jahrhundert spricht man von „Nidderen Rotensehen“ und „Obirnrotensehen“. Seit 1610 gibt es nur noch den Namen Rotensee. Das Dorf gehört zum Kirchspiel Unterhaun. Seit 1968/69 besuchen die Kinder die Grundschule in Unterhaun. In den Kindergarten gehen die Rotenseer Kinder nach Unterhaun in die Villa Kunterbunt. Rotensee feierte das 700. Jubiläum seiner Ortsersterwähnung im Juni 1992. Durch den am 31.12.1971 in Kraft getretenen Grenzänderungsvertrag trat Rotensee in die neu entstandene Gemeinde Hauneck ein.

 

Sieglos

Nach dem „Historischen Ortslexikon für Kurhessen“ wurde „Sickeles“ bereits 1265 in einer Urkunde des Gerichts Hersfelds erwähnt. Diese Angabe ist allerdings ungewiss. In einer Urkunde vom 8. August 1390 ist Sieglos als „zu dem Sigkeloß“ erwähnt. Es könnte damit aber durchaus auch ein anderer Ort gemeint sein. Wetzel von Buchenau und dessen Ehefrau Gutte haben darin beurkunden lassen, dass auf ihr Gut in  Sieglos von dem jeweiligen Bewirtschafter 2 Gulden jährlich an den Pfründner vom Johannesberg zum Seelgerät für ihre Eltern und alle gläubigen Seelen entrichtet werden. Pfründner war zu jener Zeit Wetzels Bruder Eberhard. 1488 wird „Sickels“, 1673 „Siglis“ und „Siegklass“ erwähnt. Sieglos gehörte damals zum Amt Schildschlag, das die Herren von Buchenau als Hersfelder Lehen hatten. Die Kinder von Sieglos besuchen heute den Kindergarten und die Grundschule in Unterhaun.

 

Blick auf Sieglos / Eitra

Wepplers Kartoffeln

 

Unterhaun

Eine Ersterwähnung für Unterhaun ist schwierig. In einer Urkunde vom 1. März 1217 wird zwar ein Dorf Kreuzberg erwähnt, was aber oberhalb des Kreuzberges gelegen hatte und wüst wurde, aber nichts mit Unterhaun zu tun hat. Abt Ludwig von Hersfeld beurkundet darin, dass sein Vorgänger Abt Johann das unter St. Johannesberg gelegene Dorf Kreuzberg (Cruceberc) mit Zustimmung des Vogtes Bertho von Buchenau (Buchenaouwe) von aller Gerechtigkeit der Vögte befreit hat. Im Text wird eine Brücke in Haune und ein Pfarrer Nydung zu Haune erwähnt was eine Deutung auf Unterhaun zulassen könnte. Im Verzeichnis des „Codex Eberhardi“ wird ein Niderhuno erwähnt was eventuell auf Unterhaun gedeutet und somit eine Erwähnung auf etwa 1160 datieren werden könnte. Auch die urkundliche Erwähnung der Kreuzkapelle (St. Crucis) im Jahre 972 kann sowohl mit dem Ort Kreuzberg, sowie auch mit Unterhaun in Verbindung gebracht werden. Die ursprüngliche Kreuzkapelle wurde im Laufe der Jahrhunderte erweitert und in östliche Richtung angebaut. Im Jahr 1736 konnte die Dorfkirche zu Unterhaun bezogen werden, welche die Kreuzkapelle ablöste und seitdem Mittelpunkt in Unterhaun ist. 1755 wurde die Kreuzkapelle zum Abriss freigegeben, wobei die Steine für die Friedhofsumgrenzungsmauer genutzt werden sollten. Durch den am 31.12.1971 in Kraft getretenen Grenzänderungsvertrag trat Unterhaun in die neu entstandene Gemeinde Hauneck ein. Die Haunecker Kinder besuchen den Kindergarten Villa Kunterbunt und die Astrid-Lindgren-Grundschule. Beide Einrichtungen befinden sich ebenfalls in Unterhaun, welches das größte Dorf der Gemeinde Hauneck ist. In Unterhaun befindet sich die Gemeindeverwaltung mit ihren Ämtern und dem Sitz des Bürgermeisters. Unterhaun ist die nördlichste Ortschaft unserer Gemeinde und liegt nur 2 Kilometer von der Kreisstadt Bad Hersfeld entfernt. Unterhaun verfügt über zwei Gewerbegebiete: das Gewerbegebiet „Blaue Liede“, in bester Verkehrslage, direkt an der Autobahn (A 4) und der Bundesstraße (B 27), an der Stadtgrenze der Kreisstadt Bad Hersfeld, und das Gewerbegebiet „Döllwiesen“, welches am Ortseingang zentral liegt. Dort befinden sich Einzelhandelseinrichtungen für den täglichen Bedarf.

 


 

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