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Grußwort zum Jahreswechsel 2019 / 2020

Liebe Hauneckerinnen und Haunecker,

 

wenn Sie dieses Grußwort lesen, ist das Jahr 2019 schon Vergangenheit und der Jahreswechsel vollzogen.

Und so wie wir beim Verfassen dieser Zeilen, werden auch Sie sich vielleicht die Frage stellen „Wo ist bloß die Zeit geblieben“? Viel zu schnell ist das alte Jahr vergangen, so kommt es uns vor, und so wird uns in diesen Tagen einmal mehr bewusst, wie schnelllebig unsere Zeit geworden ist. Die Tage der Vorweihnachtszeit halten für uns oft immer noch mehr Termine und noch mehr Verpflichtungen bereit. Oft kommen wir gar nicht dazu, einmal innezuhalten und diese besondere Zeit mit ihrer besonderen Stimmung zu genießen.

 

Aber wenn wir trotz der vorweihnachtlichen Hektik einmal Zeit und Muße finden, dann schauen wir auch einmal zurück auf das zu Ende gehende Jahr und lassen Revue passieren, was es uns gebracht hat und genauso blicken wir auf das neue Jahr, das vor uns liegt. Was steht uns im Jahr 2020 bevor, uns persönlich, unseren Familien, unserem Land, unserer Gemeinde Hauneck?

 

Was waren die großen Themen des Jahres 2019?

 

Kaum eine Nachrichtensendung, kaum eine Zeitungsausgabe, in denen nicht von Krieg und Gewalt in der Welt berichtet wurde. Zudem haben auch in 2019 Naturkatastrophen wieder große Teile der Welt getroffen und hier, wie so oft, wieder die Ärmsten der Armen. Angesichts dieser Entwicklung wird deutlich, wie wichtig der Schutz des Klimas ist. 2019 sind überall auf der Welt Menschen und hier insbesondere junge Menschen, für einen Wandel in der Klimapolitik auf die Straße gegangen. Nicht überall kommen die Warnrufe an, aber nicht zuletzt durch die Menschen auf der Straße ist das Thema „Klimaschutz“ in besonderer Weise in den Fokus gerückt worden. Auch unser Land steht hier vor großen Herausforderungen. Es geht um eine Energiewende, genauso um eine Verkehrswende. Aber es ist und bleibt eine große Herausforderung, hier den richtigen Weg zu finden und dabei die berechtigten Interessen aller Beteiligten unter einen Hut zu bringen. Und sicher muss auch jede und jeder Einzelne von uns sich selbst fragen, ob sie/er im eigenen persönlichen Umfeld genug tut, um die Umwelt und das Klima zu schützen. Auch kleine Schritte führen zum Ziel.

 

Es gibt aber in unserem Land durchaus noch weitere Entwicklungen, die uns die Sorgenfalten auf die Stirn treiben.

 

  • Man kann fast schon von einer Verrohung der Gesellschaft sprechen, die sich sowohl in Wort und leider oft auch in Taten äußert. Mit großem Erschrecken haben wir in diesem Jahr erleben müssen, wie Mitglieder unserer Gesellschaft Gewalt ausgesetzt waren. Extremistische Angriffe auf Personen des öffentlichen Lebens, wie dem Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke, und auch auf jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger, wie unlängst in Halle, machen uns sprachlos. Wir leben in einer Welt, in der sich die Menschen immer mehr individualisieren und den Gemeinsinn verlieren.
     
  • Achtsamkeit, Achtung, Respekt und Fairness weichen Egomanie und Empörung. Schaut man tiefer, verbirgt sich hinter Wut und Hass letztendlich Angst. Angst ist die Abwesenheit von Liebe. Statt sich ehrlich den eigenen Ängsten zu stellen, beschäftigt man sich lieber mit seinem jeweiligen Teilwissen an den Unzulänglichkeiten anderer Menschen, wertet und richtet über diese. Kollektiv zieht uns diese Negativität immer weiter runter. Das tut uns nicht gut.

 

Die ganze Gesellschaft ist aufgerufen, solchen Entwicklungen entschieden entgegenzutreten. Das alte Wort hat nach wie vor Gültigkeit: „Wehret den Anfängen“.

Was hat das zu Ende gehende Jahr nun für uns in Hauneck gebracht?
 
Wir sind in der glücklichen Lage positiv auf das Jahr 2019 zurückschauen zu können. So konnten wir doch einige Projekte und Bauvorhaben verwirklichen.

 

Das Bauhofgebäude wurde energetisch saniert, erweitert und am 26. Oktober 2019 offiziell eingeweiht, der 2. und letzte Bauabschnitt der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik ist erfolgt – hier konnte eine Reduzierung des Energieverbrauchs und des CO² von über 75% erreicht werden, das Kirchenumfeld an der Kirche in Eitra wurde als letztes Projekt der Dorferneuerung hergestellt, in der Hauptstraße in Unterhaun wurde der 2. Bauabschnitt der grundhaften Erneuerung mit der Verlegung von sieben Versorgungsleitungen fast fertiggestellt, in Oberhaun wurde die Friedhofshalle erweitert und saniert, der Neubau eines Rewe-Marktes hat begonnen, die Optimierung der Zufahrt zum Gewerbegebiet Blaue Liede ist in vollem Gange und wird im 1. Quartal 2020 fertiggestellt, eine neue Wasserleitung wurde im Jagdgarten und Hubertusweg in Eitra verlegt, für alle Ortsteile wurde ein Defibrillator angeschafft, der Hochbehälter in Eitra bekam ein neues Dach, eine neue Homepage wurde in Betrieb genommen, ein Einsatzleitwagen für die Feuerwehr Hauneck wurde erworben und zum Ausbau in Auftrag gegeben, die Arbeiten an der Ortsumgehung sowie die Anbindung an die neuen Gegebenheiten sind fast abgeschlossen.

 

Trotz dieser Anschaffungen und Investitionen konnte der Haushalt 2019 zum 6. Mal hintereinander ausgeglichen eingebracht werden. Dies konnte alles erreicht werden, obwohl die Gemeinde Hauneck weiterhin die Kommune mit den niedrigsten Hebesätzen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ist. Darüber können die Bürgerinnen und Bürger froh und die Verantwortlichen stolz sein.

 

Im neuen Jahr 2020 muss nun das Begonnene fortgeführt und fertig gestellt werden.

 

Die Hauptstraße in Unterhaun wird im 1. Quartal fertiggestellt, die Friedhofshalle und die Friedhofs-Zuwegung in Oberhaun sollen fertiggestellt werden, der neue Rewe-Markt wird bis zum Spätsommer hergestellt sein, der Generationenspielplatz in Rotensee soll errichtet werden, fünf Bushaltestellen werden in Unterhaun erneuert, die Ortsdurchfahrt Eitra (L3170) wird nach der Erneuerung des Kanals und der Wasserleitung grundhaft erneuert (hier wird es sobald wie möglich für die Anlieger und Bürger eine Infoveranstaltung geben), die Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“ wird um 3 zusätzliche Gruppen erweitert werden, der Neubau des Verwaltungsgebäudes wird beginnen, ein Gewerbegebiet Eitra/Sieglos sowie ein Baugebiet in Sieglos runden die Vorhaben der Gemeinde Hauneck ab. Dabei bleibt die Herstellung einer Bahnunterführung in Unterhaun weiterhin auf dem Prüfstand.

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Sie sehen, dass sich doch einiges im Jahre 2019 getan hat und dass auch für das Jahr 2020 und die Folgejahre die Weichen gestellt sind.

 

Die Rückschau auf das vergangene Jahr darf sich nicht nur darauf beschränken, an Entscheidungen und Ereignissen zu erinnern, es muss auch DANKE gesagt werden!   

Einen ganz herzlichen Dank allen, die zu einem respektvollen und hilfsbereiten Miteinander in unserer Gemeinde beigetragen haben. Dies gilt besonders für diejenigen, die sich ehrenamtlich das ganze Jahr über für andere eingesetzt haben, sei es in den Vereinen, in der Freiwilligen Feuerwehr bzw. dem Katastrophenschutz, dem Seniorenbeirat, der Seniorenbetreuungsgruppe, den Ehrenamtlichen des Haunecker Internetcafés für Senioren (HICS), den Mitgliedern des Ortsgerichts und des Schiedsamtes oder auch ganz persönlich zu Hause in Ihren Familien.

 

Ehrenamtliche Arbeit leisten auch die Mitglieder der Gemeindegremien. Ein aufrichtiges Dankeschön für die offene, ehrliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den Gremien. Lassen Sie sich nicht verunsichern, wir sind auf einem guten Weg, um den uns einige Kommunen im Landkreis beneiden. Unser Dank richtet sich gleichermaßen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung, der Kindertagesstätte und des Gemeindebauhofs für das Geleistete und ihre Loyalität. Alle Bedienstete der drei Teams bringen sich vorbildlich zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger ein. Sollte noch mehr Leistung eingefordert werden bzw. nötig sein, dann geht dies nur mit zusätzlichen Arbeitskräften und damit werden die Steuern und Abgaben steigen. Dies wollen wir alle nicht. Wenngleich auch im Jahr 2020 die Herausforderungen nicht weniger sein werden, wollen wir doch mit Optimismus, Tatkraft, Zuversicht und Mut dem neuen Jahr entgegentreten.

 

„Niemand von uns kann so viel bewirken wie wir alle miteinander. Im Miteinander und Füreinander multiplizieren wir die Werte“.

 

Das Zitat stammt von einem unbekannten Autor und in diesem Sinne wünschen wir allen Bürgerinnen und Bürgern ein friedvolles, gesundes und erfolgreiches Jahr 2020.

 

Herzlichst Ihr

 

Harald Preßmann Stephan Bolender
   Bürgermeister

Vorsitzender

der Gemeindevertretung

 

 

 
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